9
Mai
2008

paparazzomäßig

Es ist ein höchst unangenehmes Gefühl: Dieses langsame Mutieren zu einer Pressenervensäge, die Pressesprecher mit unanaständigen Fragen über Verdienst, Geld, Umsätze u. ä. belästigt. Aber es ist verdammt nochmal nicht aufzuhalten. Die Metamorphose ist in vollem Gange.

5
Mai
2008

Angenehmste Gespräche der letzten Woche

Ich: Fr. Dr. X, bitte nehmen Sie es nicht persönlich, dass ich ab und an aus dem Raum rausgehe. Das liegt ganz bestimmt nicht an Ihrem Seminar...
Fr. Dr. X: Ach, um Gottes Willen. Ich hab mir schon gedacht, dass Sie Ihre Gründe haben. Vielleicht gesundheitliche... Wenn was ist, geben Sie ein Signal!


Ich: Tja, das war's dann wohl, das Praktikum ist fast vorbei. Nur noch zwei Artikel...
Chef: Wie vorbei? Willst du nicht mehr für mich arbeiten?
Ich: Bietest du es mir denn an?!
Chef: Na, wie versprochen, es wird weitergemacht wie bisher nur mit doppeltem Gehalt.
Ich (*vomStuhlkipp*): Ich freu mich!!!
Chef: Ich mich auch!

Dumdidummmmm... :)

3
Mai
2008

Fuck the Frühjahrsmüdigkeit!

Noch vor drei Wochen sah es hier so aus. Jetzt sieht es so aus. Und meinem Körper gefällt das nicht (wie jedes Mal, wenn der Frühling kommt, was ich aber jedes Mal erfolgreich verdränge, um dann unangenehm überrascht zu sein, wenn der erste Frühjahrsschwächeanfall kommt). Wechselduschen, ich kommeeeeeeeeee!!!

...

Freitag-Samstag waren M. und seine Liebste da. Die Liebste spricht Russisch und Englisch. M. spricht Englisch und Deutsch. Der Schriftsteller Deutsch und Russisch. Und ich Russisch, Englisch und Deutsch.
Mir raucht immer noch der Kopf...

2
Mai
2008

1
Mai
2008

...

Ein Dialog vom Balkon über uns.

Ein seltsames, lautes Geräusch ertönt.
Tochter: Mann, Mamaaa!
Mama: Ja, was denn, wenn ich rülpsen muss, muss ich rülpsen. Es muss raus!



Und nächstes Mal verrate ich, wie die Tochter heißt. )))))

28
Apr
2008

...

Am ersten Abend dachten wir, das sei eine nervige Alarmanlage aus irgendeinem Prollauto. Ich ärgerte mich darüber, dass der Typ sie nicht endlich ausschaltet und am nächsten Abend habe ich überlegt, warum dieses lästige Ding eigentlich wieder zur selben Zeit anspringt. Heute Abend habe ich mal genauer hingehört. Und einen Lachkrampf gekriegt. Das ist gar keine Alarmanlage, das sind Frösche!!! Irgendwo hier in der Nähe muss es einen Riesenteich mit Hunderten von diesen Viechern geben (das wäre kein Wunder, denn wir wohnen am Stadtrand, wo die Felder und kleineren Gewässer anfangen). Die Dingens haben wohl grad Paarungszeit und quaken so laut sie können, so dass es zwischen den Betonklötzen nur so schallt. Absoluter Lustigmacher, muss ich feststellen :)
Überhaupt wird hier alles langsam immer idyllischer. Wenn ich früh morgens zur Uni radle, atme ich diese so lecker nach Freiheit riechende Luft ein und stelle immer wieder verwundert fest, wie unterschiedlich dieser Sauerstoff doch schmecken kann und dass ich mich zum Glück nicht daran gewöhne. Eigentlich schmeckt die Luft in Berlin nach gar nichts im Vergleich zu hier. Hier ist es die pure Sauberkeit und Frische. Abends kommt eine Ostseebrise rüber und vermischt sich mit diesem wundervollen Rauchduft, der aus den Schornsteinen der Altbauwohnungen kommt.
Tagsüber ist es sonnig und warm. Die Kommilitonen befreien sich blitzschnell von lästigen Klamotten, sobald die Sonne richtig rauskommt und nutzen jede freie Minute, um draußen in der Sonne zu liegen (sitzen/stehen). Laufe ich mittags durch die Innenstadt, komme ich mir vor wie im Urlaub: Überall sind gut gelaunte junge Menschen, die im Gras oder auf Bänken liegen, draußen in Cafés oder auf allen möglichen Treppen und Denkmälern sitzen. Andere spielen halbnackt und barfuß Fußball und alles ist so was von locker, dass die Lust zum Studieren plötzlich wie weggeblasen ist. Man kriegt eher das Verlangen, sich ins Auto zu setzen und ans Meer zu fahren... Und das ist verdammt gefährlich in Anbetracht dessen, dass auf mich viele große, wichtige und schrecklich grausame Prüfungen und das Schreiben der Bachelorarbeit zukommen.
Hach…

27
Apr
2008

...

Es gäbe so viel zu schreiben und damit Gefühle und Gedanken herauszulassen, die gerade in mir rumoren. Angefangen von den unangenehmen bomberjacken- und springerstiefeltragenden Herren hier, über Neuigkeiten von der Wohnungsbaustelle und ein sich langsam zum Ende neigendes Praktikum bis hin zu unsympathischen Dozenten und langweiligen Vorlesungen. Aber dafür reicht die Zeit nicht. Jedoch gibt es da etwas, was mich seit einigen Tagen begleitet und so schnell wohl nicht loslassen wird...

25
Apr
2008

Schlechte und gute Nachrichten

Also. Eine Karriere als Farbmischer dürfen der Schriftsteller und ich nicht anstreben. Wunschfarbe und Resultat haben am Ende nämlich gar nichts gemeinsam. Jetzt haben wir eine pinke Wand im Flur (hellrot sollte das eigentlich werden). Da müssen wir erstmal drüber schlafen.
Die gute Nachricht ist: Unsere Ex-Wohnung ist vergeben. Einer hat sich erbarmt. Wobei es viele Bewerber gab, sehr viele sogar. Komischerweise tauchten die erst auf, als die Wohnung komplett von unserer Einrichtung befreit war (Einen SO schlechten Geschmack können wir doch nicht haben? Obwohl: Wenn man sich unsere Wandfarben anschaut...) Wie auch immer, das bedeutet eine Riesenerleichterung für uns. Im Russischen gibt es ein schönes passendes Sprichwort: Ist das Weib vom Wagen runter, hat's der Gaul leichter. Oder so ähnlich.

23
Apr
2008

...

Der Nachteil an so einer Kleinstadt ist, dass man nicht mal in Ruhe Unterwäsche kaufen kann...

21
Apr
2008

...

Der letzte Besuch in der Mutterstadt brachte einige unangenehme Überraschungen mit sich. Zum Beispiel eine beschissene neue Frisur. Diesmal hat sich meine Frisörin selbst übertroffen. Die sieht mich nie wieder.
Dann einen Scheiß Poetry Slam. Ich war ja schon bei so einigen als Zuschauerin dabei, aber so einen gequirlten Mist wie den von Freitag abend hab ich schon lange nicht mehr gehört. Meine bittere Erfahrung ist die, dass Männer bessere Dichter und Performer abgeben als Frauen - das ist zumindest meine Beobachtung. Schlechte männliche Slamer geben einfach nur langweiliges Zeug von sich. Schlechte weibliche Slamer hingegen lesen wirklich grottenschlechte Sachen. Mit einem hysterischen Unterton wird meistens über das Übel der Welt und über den Tod "gedichtet". Seit Neuestem auch über "... und aus euch allen kommt nur Scheiße!" Ich bin immer ganz verwundert darüber, dass die jeweilige Dichterin anscheinend nicht merkt, dass sie genau das verkörpert, was sie anprangert.
Wie auch immer. Der Berlinbesuch hatte auch was Gutes: Freunde und Familie treffen, ein letztes Mal in der Ex-Wohnung schlafen und neues Geschirr und lauter anderes schönes Zeug für die neue Wohnung kaufen. Aber ich glaube, fürs Erste reicht es mir mit der Fahrerei.
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